Faust Der Tragödie Erster Teil Lesejournal

Zueignung (Vers 1-32)

– vier Strophen mit je acht Versen

– das lyrische Ich (der Dichter) versucht dem Zuschauer die Situation nahe zu legen -lyrische Ich spricht zu dem Publikum

– Durch Anwesenheit der Zuschauer wird das lyrische Ich glücklich & fühlt sich wieder jung

– betont die Freude und das Glück, welches die Menschen mit sich bringen

– zugleich erwähnt er auch den neuen Schmerz, welcher wieder auftreten wird

– Menschen befinden sich in einem „labyrinthisch irren Lauf“, doch so lange sie bei ihm sind werden sie schöne Stunden haben.

– Gefühl von Glück und Freude schwindet in der dritten Strophe→ von Angst und Bang vertrieben

– das lyrische Ich packt die Sehnsucht nach der Stille

– Ihm wird bewusst, dass alles was er besaß nun unwichtig ist und das, was er nicht besaß seine Wirklichkeit wird

Der Einstieg scheint ein wenig kontextlos. Man hat das Gefühl, dass einem ein paar essentielle Informationen zum Verständnis des Inhaltes fehlen. Wer spricht zu wem? Wo spielt die Handlung? Wann spielt die Handlung?

Vorspiel auf dem Theater (Vers 33-242)

– Gespräche zwischen dem Direktor, dem Theaterdichter und einer lustigen Person.

– Direktor fragt nach ihrer Meinung zum Theaterstück fragt

– Direktor ist sich bewusst, wie man die Leute bei Laune hält

– ist sich jedoch unsicher, ob alle die Message verstehen werden (Erstaufführung)

– Dichter hat ebenfalls bedenken

– fürchtet, dass sein Stück noch nicht ganz vollendet ist

– die lustige Person fungiert als Vermittler zwischen dem Direktor und dem Dichter

– betont die Bedeutung alle Elemente miteinander zu verknüpfen

Prolog im Himmel ( Vers 243-353)

– Himmlische Herrschaften, der Herr und Mephistopheles unterhalten sich

– die himmlische Herrschaften sprechen über die göttlichen Wunder

→ „Die unbegreiflich hohen Werke/ Sind herrlich wie am ersten Tag.“ (V.249f)

– Mephistopheles lacht über Gott

– der Herr und Mephistopheles schließen einen Pakt (V.312-317)

Beginn des eigentlichen Stücks

Nacht ( Vers 354-807)

– Faust führt ein Selbstgespräch ( bemängelt sein Leben)

– Trotz dass er Magister und Doktor ist, fühlt er sich leer und unwissend da es nicht auf alles was er wissen will eine Antwort gibt

– Er versucht einen Geist zu beschwören: ,,Ihr schwebt, ihr Geister, neben mir; Antwortet mir, wenn ihr mich hört!“ (V. 428f)

– Faust versucht es nochmal und diesmal erscheint ein Geist ,,Wer ruft mir?“ ( V.481)

– Faust versucht sich mit dem Geist zu identifizieren: ,,Ich bin’s, bin Faust, bin deinesgleichen!“ (V.500)

– Der Geist verneint dies und ist beleidigt und verschwindet: ,,Du gleichst dem geist den du begreifst, Nicht mir!“(V.512f)

– Faust ist traurig (zusammenstürzend) und redet wieder mit sich selbst

– Er hat bemerkt, dass er sich selbst überschätzt hat: ,,Den Göttern gleich ich nicht! Zu tief ist es gefühlt.“ ( V. 652)

– Faust hat Suizidgedanken: ,,Der letzte Trunk sei nun, mit ganzer Seele.“ (V: 735)

– Selbstmord wir in letzter Sekunde durch einen Engelschor verhindert

Vor dem Tor ( Vers 808-1177)

– die Bürger unterhalten sich über den Osterspaziergang

– Bürger feiern Auferstehung Jesus (Ostern). Wagner fühlt sich unwohl, da er die Freude nicht wirklich versteht

– Faust ist in den Augen der Bürger ein hoch angesehener Mann

– Faust erläutert, dass ihm all sein Wissen nichts bringt, er beneidet die Unwissenheit der Bürger und vor allem die seines Studenten Wagners

– beide begegnen einem Hund und Faust beschließt ihn mitzunehmen

Studierzimmer 1 (Vers 1178-1529)

– der Hund verwandelt sich

– Mephistopheles hat sich in dem Hund versteckt

– Sein Ziel ist Zerstörung → Vorausdeutung: Es wird sich alles zum schlechten neigen

– Faust will den Teufel will ihn gefangen halten

– der Teufel versucht Faust seine Macht zu demonstrieren, weil er ihn festhält

Studierzimmer 2 (Vers 1530- 2072)

– Faust beklagt sich über sein Leben

→ Mephistopheles macht den Vorschlag, dass er ihm dient: Mephistopheles will Faust helfen, dass Leben zu genießen

→ Gegenleistung: Faust soll ihm später in der Hölle dienen (Seine Seele an ihn verkaufen)

– Mephistopheles ist im Gegensatz zu Faust allwissend

Auerbachs Keller in Leipzig (Vers 2073- 2336)

– Mephistopheles demonstriert erneut seine Macht mit Hilfe des Fegefeuers

– Faust zieht mit Mephistopheles weiter

Im Zug

Ich verbringe jede Woche mindestens zwei bis vier Stunden im Zug und sehe jedes mal so viele verschiedene Menschen, die ein und aus steigen.

Die einen fahren zusammen mit einer größeren Anzahl an Personen zum shoppen oder in den Urlaub, während die anderen zur Arbeit oder nach Hause fahren. Im vergangenen Jahr sind mir dadurch so viele verschiedene Arten von Menschen aufgefallen, was mein bisheriges Menschenbild völlig veränderte.

Zuvor kannte ich nur die Menschen aus meinem Familien- und Freundeskreis und die Menschen, die in meiner Umgebung lebten. Da alle aus fast dem gleichen Umfeld stammten, unterschieden sie sich kaum in der Art wie sie sich kleideten oder wie sie sich verhielten. Dies ist auch der Grund, weshalb ich fast nur eine Art von Mensch kannte. Wohlhabende und gepflegte Menschen, welche oft arrogant wirken und durch ihre Kleidung ihren Wohlstand demonstrieren.

Doch seit dem ich so viel Zeit in Zügen und auch an Bahnhöfen verbringe, und das zu jeder Tageszeit, lerne ich immer mehr Arten von Menschen kennen. Es gibt Personen, welche ich allein wegen ihres Erscheinungsbildes bewundere und es gibt Personen, vor welchen ich mich fürchte auf Grund dessen wie sie es Hand haben sich zu kleiden und zu pflegen. Die einen wirken intellektuell während die anderen asozial und ungebildet wirken.

Seit dem mir diese Arten von Menschen bewusst geworden sind, achte ich viel mehr auf mein eigenes Erscheinungsbild und Aussehen, um ebenfalls intellektuell und nicht asozial zu wirken.

Doch je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr realisiere ich, dass ich Stück für Stück den Personen ähnle, welche ich zu beginn beschrieben habe. Doch das ist es was ich immer versucht habe zu vermeiden.

Ich habe immer Versucht aus diesem arroganten Umfeld zu entfliehen, aber ich merke Tag für Tag, dass ich immer stärker hinein gesaugt werde und das es von Tag zu Tag immer schwerer wird, dort heraus zu kommen.

Der Traum

Und wieder wache ich mitten in der Nacht mit Tränen in den Augen auf und habe Angst davor wieder einzuschlafen.

Ich glaube dieses Gefühl kennt jeder von euch aus seiner Kindheit: Man hat einen Albtraum, welcher immer schlimmer wird. Irgendwann hält man es nicht mehr aus und wacht weinend auf, weil man diese Gedanken nicht verarbeiten kann.

Jedoch erinnert man sich nach kurzer Zeit schon nicht mehr an den Traum und man beruhigt sich wieder. Man hat zwar noch etwas Angst davor wieder einzuschlafen, da man sich fürchtet erneut einen Albtraum zu haben, jedoch packt einen bald die Müdigkeit und man schläft ein. Am nächsten Morgen wacht man in Ruhe auf, der Albtraum ist vorbei und vergessen und man kann entspannt in den Tag starten.

Doch was wenn ihr aufwacht und der Albtraum ist nicht vorbei, ihr seit nicht mehr ein kleines Kind, sondern bereits fast erwachsen und ihr könnt dem Albtraum, welcher pure Realität ist, nicht mehr entkommen indem ihr einfach eure Augen öffnet und aufwacht.

Seit fast drei Jahren lebe ich in solch einer Welt und warte jeden Tag aufs neu auf den Moment, in welchem ich den Schlüssel finde, wie ich meine Augen öffnen kann und endlich den Albtraum vergessen kann.

Ob sich die Mutter des Verlorenen im Roman „Der Verlorene“ von Hans-Ulrich Treichel diese Frage wohl auch gestellt hat…?:

Wie entkomme ich dem Albtraum, welcher sich mein Leben nennt?

Der Sinn des Lebens

Ich sitze in der Schule und frage mich immer wieder worin der Sinn besteht. Der Sinn des Schulsystems, der Sinn von Hausaufgaben… allgemein: worin besteht eigentlich der Sinn des Lebens?

Besteht der Sinn des Lebens wirklich darin, 13 Jahre lang, fünf Tage die Woche für 6-10 Stunden in die Schule zu gehen, Abends heimzukommen, um sich dort dann in Form von Hausaufgaben erneut für weitere Stunden mit der Schule zu beschäftigen? Wenn ihr mich fragt, ist das nicht der Wahre Sinn des Lebens!

Die Schule soll uns schlauer machen und uns weiterbilden. Sie soll uns helfen, das best Mögliche aus uns heraus zu holen. Doch ich frage euch, erfüllt sie wirklich diesen Sinn?

Wie oft saß ich Abends schon weinend an meinem Schreibtisch, während meine Tränen über meine Wangen glitten und schließlich auf meinen Hausaufgaben landeten? Sie brachten mich schon oft zum verzweifeln. Entweder war es die Menge an Aufgaben, mit denen ich nicht zurecht kam oder ich verzweifelte am Stoff.

Besteht der Sinn des Schulsystems wirklich darin Jugendliche an ihrer Intelligenz zweifeln zu lassen oder sie ständig runter zu ziehen?

Abschied nehmen

Eigentlich dachte ich, dass ich weiß wie es ist von einem geliebten Menschen Abschied zu nehmen, aber gestern wurde ich nach 16 Jahren eines besseren belehrt.

Für mich hat Abschied nehmen immer bedeutet, dass ein Familienmitglied oder Bekannter verstorben ist und ich damit abschließen muss, in dem ich zur Beerdigung gehe und ein letztes mal „Abschied nehme“. Damit kam ich zwar noch nie wirklich zurecht, aber wenn ich nach dem gestrigen Abend noch einmal über diese Momente nachdenke, wird mir bewusst dass es kein richtiger Abschied war. Natürlich habe ich dem verstorbenen „Lebewohl“ gesagt, aber dennoch war diese Unterhaltung, bzw. Verabschiedung immer ziemlich einseitig.

Anders als gestern Abend, als ich einer Freundin „Lebewohl“ sagen musste, da sie nun nach China auswandert. Zum ersten Mal erfuhr ich von ihrem Plan vor wenigen Monaten, anfangs hielt ich es für einen Witz und wollte es lange Zeit nich realisieren. Aber in den letzten Tagen wurde es mir immer mehr bewusst, dass ich diese Frau vielleicht nie wieder in meinem Leben sehen werde. Naja, aber auch nicht so richtig… selbst gestern Abend auf ihrer Abschiedsfeier habe ich es nicht begriffen, bis sie endgültig vor mir stand, um Abschied zu nehmen.

Ich kannte diese Frau seit einem knappen Jahr, aber hatte sie vom ersten Moment an sofort in mein Herz geschlossen, auch wenn sie über zehn Jahre älter war als ich. Das war zu einer Zeit, in der ich sehr lange gebraucht habe um eine andere Person an mich ran zu lassen und eine Zeit, in der ich sehr darauf geachtet habe, wen ich zu meinen Freunden zähle. Aber ihr konnte ich von Anfang an vertrauen, was ich immer noch nicht bereue und auch niemals bereuen werde. Sie war immer für mich da, wenn ich sie gebraucht habe und hat mich aus meinem tiefsten und dunkelsten Loch raus geholt und mir geholfen, dass ich wieder lächeln kann. Nur leider habe ich mich dafür nie bei ihr bedankt und ihr auch nicht gezeigt wie viel sie mir eigentlich bedeutet.

Als sie gestern schließlich vor mir stand, realisierte ich, dass ich mich noch nie in solch einer Situation befand. ~Ich musste mich in einem richtigen Gespräch von jemanden verabschieden, der mir sehr viel bedeutet.~ In diesem Moment fehlten mir die Worte, ich wurde ganz traurig und versuchte die Tränen zurückzuhalten. Sie hielt mich ganz fest und sagte nur diese Worte, die mir seit dem durchgehend durch den Kopf schwirren: Wir sind uns so ähnlich und haben uns von Anfang an super verstanden, wärst du nur ein paar Jahre älter gewesen wären wir glaube ich beste Freundinnnen geworden.

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